SpeedE

Forschungsplattform

Im Mittelpunkt des von der Hans Hermann Voss-Stiftung geförderten Projektes SpeedE steht die Idee, das umfangreiche Innovationspotential rein elektrisch angetriebener Fahrzeuge erlebbar zu machen und so das Fahrerlebnis im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen deutlich zu steigern. Das Forschungsfahrzeug wurde am ika gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie sukzessive aufgebaut und bietet so eine Basis, um innovative Komponenten, Systeme und Funktionen zu entwickeln, auf Gesamtfahrzeugebene zu integrieren und in Fahrversuchen subjektiv und objektiv zu bewerten.

Die so geschaffene „E-Motionalisierung“ des Fahrerlebnisses wird im Forschungsfahrzeug SpeedE durch Technologien wie Steer-By-Wire, Drive-By-Wire und Brake-By-Wire unterstützt. Die Steuerung mittels Sidesticks wirkt hierbei auf zwei radindividuelle Lenkaktuatoren, die Radlenkwinkel von bis zu 90° ermöglichen. Das Drive-By-Wire-System verfügt über zwei leistungsstarke und Torque Vectoring-fähige elektrische Maschinen auf der Hinterachse. Weiterhin sind vier radindividuelle elektrohydraulische Bremsaktuatoren verbaut, die bedarfsgerecht angesteuert werden. Die Tragstruktur besteht aus einem Aluminium-Spaceframe mit extrem hoher Steifigkeit, in welche die genannten Systeme integriert sind. Sie wurde zuvor in einem virtuellen Prozess für unterschiedliche Crashlastfälle abgesichert.

[Logo: SpeedE]

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Torben Dittmar
Geschäftsführender Oberingenieur
+49 241 80 25620
E-Mail


Projektlaufzeit

seit 06/2011


Projektpartner

ika, fka, Hans Hermann Voss-Stiftung, HS Pforzheim, Mercedes-AMG, Recaro, Ovalo, adcos, thyssenkrupp, Ashland


Gefördert durch

[Logo: Hans Hermann VOSS-Stiftung]

[Logo: fka GmbH]


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Aktueller SpeedE-Flyer


Veröffentlichungen

2016: Gesamtfahrzeug
2015: Rekuperation
2014: Sicherheitskonzept
2013: Vorderachse
2012: Batteriesystem
2012: Design
2012: Sidesticks

[Grafik: SpeedE]

Seit dem Projektbeginn Mitte 2011 wurden jeweils zum Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik die folgenden Meilensteine präsentiert:

Aachener Kolloquium 2011
Fahrzeugkonzept SpeedE als Designmodell
Aachener Kolloquium 2013
Steer-by-Wire-Vorderradaufhängung mit 90° Lenkeinschlag und Sidestick-Steuerung als Funktionsmodell
Aachener Kolloquium 2015
Voll funktionsfähiges Fahrzeug plus Fahrsimulator-Mock-Up
Aachener Kolloquium 2012
Sidestick-Steuerung als Mock-Up
Aachener Kolloquium 2014
Rolling Chassis
Aachener Kolloquium 2016
Komplettiertes Fahrzeug inklusive Außenhaut

Ende 2015 wurde das Rolling Chassis mit der Außenhaut vereinigt, wodurch die Attraktivität des Fahrzeugkonzeptes in der Öffentlichkeit noch stärker hervortrat. Das komplette Fahrzeug wurde im Frühjahr diesen Jahres erstmals auf dem VDA Technischen Kongress in Ludwigsburg dem Fachpublikum präsentiert. Danach folgten zahlreiche Vorstellungen bei Industriepartnern und auf dem Aachener Kolloquium. Außerdem war der SpeedE der Star der Future Lab Gala im Aachener Theater und hatte einen prominenten Auftritt bei einem Konzert des Sinfonieorchesters Aachen am ika. Im weiteren Verlauf des Jahres 2016 folgte die Inbetriebnahme des Mock-Up im neuen hochdynamischen Fahrsimulator.

SpeedE stellt eine offenen Forschungs- und Technologieplattform dar, die die Vorzüge der Elektromobilität in Einklang mit den komplexen Anforderungen an Effizienz und Sicherheit bringt. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden und werden verschiedenste wissenschaftliche Disziplinen miteinander verknüpft. Das so geschaffene interdisziplinäre Netzwerk verbindet die Fachbereiche vom Design, der Fahrzeug-, Elektro- und Informationstechnik bis hin zur Werkstoffkunde und den Wirtschaftswissenschaften ebenso wie der Ergonomie und Psychologie.

Als Ergebnis dieser Konzeption dient SpeedE als markenneutrale Forschungsplattform für innovative Themenstellung bezüglich zukünftiger Mobilität. Im Detail können beispielsweise die folgenden Fragestellungen untersucht werden:

Drive-By-Wire-Systeme

  • Elektrisches Torque Vectoring
  • Fahrbarkeitsuntersuchungen zur Längsdynamik

Brake-By-Wire-Systeme

  • Rekuperationsstrategien
  • Brake Blending
  • Fremdkrafterregte Bremsaktuatoren

Steer-by-Wire-Systeme

  • Funktionale Sicherheit bei Komponentenausfall
  • Energetische Betrachtungen
  • Rückmeldesynthesen für den Fahrer (Sidestick oder konventionelles Lenkrad)

Neue Komponenten

  • Testen neuer Komponenten in vorhandener Fahrzeugplatform
  • Testen neuer Funktionen in vorhandener Fahrzeugplatform mit weitreichenden Freiheitsgeraden in der Entwicklung der Gesamtfahrzeugsteuerung

Adresse

Institut für Kraftfahrzeuge
RWTH Aachen University

Steinbachstraße 7
52074 Aachen · Deutschland

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+49 241 80 25600
+49 241 80 22147